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Institut für Gewaltforschung und Prävention

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FORTBILDUNGS-VORSCHAU 2018

Strukturierte Einschätzung des Gewaltrisikos mittels des VRAG, VRAG-R und des SORAG

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Wien, Österreich, Kolpinghaus Wien Zentral (auch Übernachtungsmöglichkeit)
22. und 23.2.2018
täglich von 9:30 bis 16:30

Der Violence Risk Appraisal Guide (VRAG) und der Sex Offender Risk Appraisal Guide (SORAG) sind die am meisten angewandten statistisch-nomothetischen Verfahren zur Einschätzung des späteren Gewaltrisikos von Straftätern. Zuletzt wurde von den Autoren eine revidierte Fassung entwickelt, die den SORAG und den VRAG ersetzt (VRAG-R).
In der Schulung werden Sie mit den Verfahren vertraut gemacht. Insbesondere bekommen Sie eine ausführliche Einführung in das Wesen der statistisch-nomothetischen Kriminalprognose, sodass Sie auch in der Lage sind, die Ergebnisse der Verfahren korrekt zu interpretieren. Dabei erlernen Sie Begriffe der statistisch-nomothetischen Risikokommunikation, wie z.B. relatives und absolutes Risiko, und werden mit den Einsatzgebieten der Verfahren sowie deren Grenzen vertraut gemacht.

Die Autoren sind zertifizierte VRAG-R Trainer. Sie haben die deutschen Versionen übersetzt und stellen Normwerte deutschsprachiger Populationen zur Verfügung.

Trainer:
Prof. Dr. Reinhard Eher, Leiter der Begutachtungs- und Evaluationsstelle für Gewalt- und Sexualstraftäter (BEST), Wien

Priv. Doz. Dr. Martin Rettenberger, Direktor der Kriminologischen Zentralstelle Wiesbaden (KrimZ)



Risikoeinschätzung mittels des Static-99, Stable-2007 und Acute-2007 bei Sexualstraftätern
von Karl R. Hanson akkreditierter Kurs
mit 24 Einheiten von der Österreichischen Ärztekammer akkreditiert

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Wien, Österreich, Kolpinghaus Wien Zentral (auch Übernachtungsmöglichkeit)
7. bis 9. März 2018
täglich von 9:30 bis 16:30

Hintergrund und Inhalt:
In diesem Fachseminar erlernen Sie die Handhabung von drei standardisierten Prognose-Verfahren, dem Static-99, dem Stable-2007 und dem Acute-2007. Diese Verfahren wurden ins Deutsche übersetzt und validiert. Sie erreichen in der deutschsprachigen Version die gleichen oder sogar bessere Vorhersageleistungen wie in den englischen Originalversionen.
Nach Absolvierung des Seminars, in dem Sie in die wissenschaftstheoretischen Grundlagen ebenso eingeführt werden, wie Ihnen die aktuellsten empirischen Daten über die Prognosegüte der Instrumente vorgestellt werden, sind Sie in der Lage, diese Instrumente korrekt zu handhaben. Sie kennen die möglichen Anwendungsgebiete, deren Grenzen, und können deren Aussagekraft richtig einschätzen. Sie bekommen ein Zertifikat über die Absolvierung des Kurses und eine Ausfertigung des jeweiligen deutschen Handbuches. Die TrainerInnen sind für die Schulungen durch die Entwickler der Verfahren akkreditiert (
www.static99.org) und sind die Autoren der deutschsprachigen Übersetzungen und Validierungsstudien.

Zielgruppe:
Berufsgruppen mit dem fachlichen Hintergrund aus dem Bereich der forensischen Psychiatrie, Psychologie und Sozialarbeit, ebenso wie Richter, Staatsanwälte und andere Interessierte, für die die Einschätzung der aktuellen Problematik und Gefahr von Sexualstraftätern relevant ist. Insbesondere ist das Seminar für Fachleute von Relevanz, die aufgrund derartiger Einschätzungen Entscheidungen zu treffen haben (MitarbeiterInnen der Betreuungsdienste innerhalb des Straf- oder Maßnahmenvollzugs, MitarbeiterInnen der Bewährungshilfe, Gerichts- und VollzugsgutachterInnen, andere BetreuerInnen und auch TherapeutInnen,....)

Vortragende/Trainer (Anzahl abhängig von der Teilnehmerzahl):
Dipl. Psych. Dr. biol. hum. Anna Matthes
Jugendanstalt Hameln, Deutschland

Prof. Dr. Reinhard Eher
Begutachtungs- und Evaluationsstelle für Gewalt- und Sexualstraftäter, Österreich, und Universität Ulm, Deutschland

die Vortragenden sind zertifizierte Static/Stable-TrainerInnen
weitere Informationen zum Static-99 und Static-2002, ebenso wie zum Stable-2007 und Acute-2007 finden Sie unter www.static99.org



Training der Psychopathy Checklist revised (PCL-R und PCL-SV)
von Robert Hare akkreditierter Kurs
von der Österreichischen Ärztekammer mit 24 Einheiten akkreditiert

Voranmeldung unter  Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

Wien, Österreich, Kolpinghaus Wien Zentral (auch Übernachtungsmöglichkeit)
März oder April 2018, 3 Tage
täglich von 9:30 bis 16:30


2 Tage Basistraining
1 Tag klinisches Training
täglich von 9:30 bis 16:30

Dem Entwickler der PCL-R (Psychopathy Checklist) Robert D. Hare zufolge wird „psychopathy“ als eine spezielle Persönlichkeitsstörung in Form eines Syndroms definiert, das durch das Vorhandensein emotional-affektiver Defizite, manipulativ-ausbeuterischer und impulsiv-dissozialer Charakterseiten definiert ist. Es weist dabei Gemeinsamkeiten mit, aber auch erhebliche Unterschiede zu der dissozialen und antisozialen Persönlichkeitsstörung auf. Während die Befundlage zur Behandelbarkeit von Menschen mit „psychopathy“ nach wie vor uneindeutig ist, steht das Syndrom insbesondere mit gewalttätigen Rückfällen in Zusammenhang. Die PCL-R gehört somit zu den forensischen Standardverfahren zur Risikoeinschätzung und zum Risikomanagement. Das Verfahren wurde, unter anderem vom Vortragenden, für die Anwendung im deutschsprachigen Raum validiert. Der Vortragende ist von Robert D. Hare zur Abhaltung dieser Kurse akkreditiert. Die KursteilnehmerInnen werden auch von Robert D. Hare für die Anwendung des Verfahrens lizensiert.

Sie erlernen im Kurs (Basiskurs) die notwendigen wissenschaftlichen Grundlagen des psychopathy-Konstrukts und in der Folge die korrekte Durchführung des Verfahrens. Im anschließenden eintägigen klinischen Training können Sie entweder Ihr davor Gelerntes anhand konkreter (ev. auch eigener) Fälle vertiefen, oder Sie frischen – als Absolvent eines früheren Kurses – Ihr Wissen wieder auf (klinisches Training).

Vortragender: Priv. Doz. Dr. Andreas Mokros

Jahrgang 1974, Studium der Psychologie an den Universitäten Bochum (Dipl.-Psych.) und Liverpool (M.Sc. in Investigative Psychology). 2007 Promotion im Bereich Psychologische Methodenlehre an der Universität Wuppertal. Seit 2003 Tätigkeit im psychiatrischen Maßregelvollzug, zunächst in Lippstadt-Eickelborn (2003-2004), nachfolgend in Regensburg (2004-2011) als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der universitären Abteilung für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie. Neben der wissenschaftlichen Arbeit psychotherapeutisch tätig mit persönlichkeitsgestörten und paraphilen Forensikpatienten. Seit Oktober 2011 Qualitäts- und Forschungsbeauftragter des Zentrums für Forensische Psychiatrie an der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich. Forschungsschwerpunkte: psychologische Diagnostik (v.a. experimentelle Diagnostik sexueller Präferenzstörungen durch indirekte Verfahren), Risikoprognostik, psychopathische Persönlichkeitsstörung, Testtheorie.



Risikoeinschätzung und Messung der risikorelevanten Veränderung mittels der VRS und VRS:SO
von S. Wong und M. Olver akkreditierter Kurs
mit 24 Einheiten von der Österreichischen Ärztekammer akkreditiert

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Wien, Österreich, Kolpinghaus Wien Zentral (auch Übernachtungsmöglichkeit)
April oder Mai 2018, 3 Tage
täglich von 9:30 bis 16:30

Die Violence Risk Scale (VRS) und Violence Risk Scale:Sexual Offender Version (VRS:SO) wurden entwickelt, um eine Reihe von Lücken in der Landschaft der Risikoeinschätzung bei Sexual- und Gewalttätern zu schließen. Die VRS und VRS:SO wurden explizit zur Risikoerfassung von (sexueller) Gewalt insbesondere bei Tätern entwickelt, die nach einem gewissen Behandlungszeitraum für eine Entlassung aus der Institution in Frage kommen.

Das Risiko einer Person, wieder (sexuell) gewalttätig zu werden, kann sich ändern, unter anderem auch nach oder durch die Teilnahme an wirksamen Behandlungsprogrammen. Taugliche Verfahren zur Abschätzung des (sexuellen) Gewaltrisikos sollten daher Veränderungen dieses Risikos berücksichtigen. Die VRS und VRS:SO wurden daher basierend auf der Vorstellung entwickelt, dass es notwendig ist, neben statischen (historischen) auch dynamische (veränderbare) Faktoren zu erheben, und vor allem deren Veränderungen valide abzubilden. Die VRS und VRS:SO verfügen somit über die erste empirisch validierte Skala zur Messung einer risikorelevanten Veränderung.

Im dreitätigen Seminar werden die deutschen Versionen der VRS und VRS:SO vorgestellt und trainiert. Die Teilnehmer sind am Ende der Veranstaltung für die Anwendung der Verfahren nach den Vorgaben der Autoren (Wong, Olver, Gordon) zertifiziert.

Die Skala wurde von den Vortragenden ins Deutsche übersetzt und an einer Deutsch sprechenden Population validiert. Sie erreicht vergleichbare Gütewerte wie die Originalversion.

Vortragende/Trainer (Anzahl abhängig von der Teilnehmerzahl):

Prof. Dr. Reinhard Eher
Begutachtungs- und Evaluationsstelle für Gewalt- und Sexualstraftäter, Österreich, und Universität Ulm, Deutschland

Mag. Dr. Frank Schilling
Clearingstelle für den österreichischen Maßnahmenvollzug, Bundesministerium für Justiz, Österreich

Dipl.Psych. Dr. Markus Feil
Forensische Ambulanz München, Deutschland 

die Vortragenden sind zertifizierte VRS/VRS:SO Trainer

 

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